Schriftsteller

Rudolf Friedrich Heinrich Magenau

Rudolf Friedrich Heinrich von Magenau

Rudolf Friedrich Heinrich von

Rudolf Friedrich Heinrich Magenau veröffentlichte die erste als Buch gedruckte Sammlung schwäbischer Volkssagen (als Gedichte) und mehrere Arbeiten zur Heimatgeschichte des Brenzgaus. Mit seinem Einsatz für Schulreformen machte er sich ebenso verdient, wie mit seinem Wirken als Lokalhistoriker und Topograph des heutigen Kreises Heidenheim.

Rudolf Friedrich Heinrich Magenau (* 5. Dezember 1767 in Markgröningen; † 23. April 1846 in ) war ein deutscher evangelischer , und .

Magenau studierte Theologie am theologischen Stift in Tübingen. Bereits in dieser zeit war er schriftstellerisch aktiv. In diese Zeit fällt auch seine erste Veröffentlichung – ein Gedichtband, der heute allerdings verschollen ist. Rudolf Friedrich Heinrich Magenau war mit Friedrich Hölderlin eng befreundet, der 1790 mit ihm und Christian Ludwig Neuffer einen Dichterbund ins Leben rief. Seine zweite Veröffentlichung, eine auf Schubart und das Geniewesen bezogene Satire (“Anselms und seines Freundes des Magisters poetische Reisen nach Kaklogallinien im Jahre 1789″), war diesen beiden Freunden und Dichterkollegen gewidmet.

Nachdem er zunächst als Hauslehrer und Vikar gearbeitet hatte, wurde Rudolf Friedrich Heinrich Magenau 1794 Pfarrer in Niederstotzingen. 1819 wurde ihm die Pfarrei Hermaringen übertragen, die er bis zu seinem Tode leitete.

1810 ernannte man ihn zum Inspektor der protestantischen Schulen im Landgericht Günzburg und Burgau. In diesem Zuge machte sich Rudolf Friedrich Heinrich Magenau mit seinen Bestrebungen um eine Landesschul- und Unterrichtsreform einen Namen. Vorbilder für seine theoretischen Abhandlungen zu diesem Thema waren Pestalozzi, Salzmann und F. E. v. Rochow.

Magenau war Pragmatiker – der vorherrschende Ton seiner Dichtungen war weltlich orientiert und schlug sich in Bescheidenheit nieder. Seine Lieder und Idyllen waren von lebensfroher Natur.