Dichter

Siegfried August Mahlmann

Siegfrid August Mahlmann

Siegfrid August

Siegfried August Mahlmann war in seiner Zeit sowohl durch seine lebensfrohe , als auch speziell durch seine Parodie auf ein Werk Kotzebues beim Publikum beliebt.

Siegfried August Mahlmann (* 13. Mai 1771 in Leipzig; † 16. Dezember 1826 ebendort) war ein deutscher , und .

Mahlmann brach ein Jurastudium an der Universität Leipzig ab, wurde zunächst Hofmeister in Riga und Privatlehrer.

1805 übernahm er nach dem Tod seines Schwagers Johann Gottlieb Karl Spazier die Redaktion der „Zeitung für die elegante Welt“. Dies und die 1810 übernommene Pacht der „“ brachten ihn zu Wohlstand. Er führte letztere, die einzige täglich erscheinende politische Zeitung in Sachsen war, durch die politisch schwierigen wechselhaften Zeiten.

1814 kaufte er das Rittergut Obernitzschka, an der Mulde zwischen Grimma und Wurzen gelegen (seit 2006 nach Wurzen eingemeindet), und 1815 das Brandvorwerk südlich von Leipzig. Beide Güter leitete er selbst.

Seit 1796 war Siegfried August Mahlmann Mitglied der Leipziger Freimaurerloge “Minerva zu den drei Palmen”. 1813 wählte ihn diese zu ihrem “Meister vom Stuhl”, der er bis zu seinem Tode blieb.

Nach ersten, zum Teil anonymen Versuchen erschien 1803 „”, eine Parodie auf Kotzebues “Hussiten vor Naumburg”. Diese parodistische Satire machte Mahlmann in ganz bekannt. Es folgten zahlreiche weitere Lustspiele.

Mahlmanns Gedichte, deren Stimmungen von religiöser Weihe bis zu frischer Lebensfreude reichen, fanden beim zeitgenössischen Publikum rege Aufnahme. Mehrere Gedichte wurden sehr populär und zu viel gesungenen Liedern. Dazu zählen „Das Laub fällt von den Bäumen“ und „Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust“. Es gab Vertonungen von Johann Friedrich Reichardt, Louis Spohr und anderen. Siegfried August Mahlmann schrieb aber auch Gelegenheitsgedichte zu politischen und anderen Ereignissen. Sein „Gott segne Sachsenland“ wurde auch mitunter als „Sächsische Nationalhymne“ bezeichnet.

Siegfried August Mahlmanns gesammelten Werke erschienen 1939 und 1959.