Theodor Storm Die Stadt (1851)

  Am grauen Strand, am grauen Meer
  Und seitab liegt die Stadt;
  Der Nebel drückt die Dächer schwer,
  Und durch die Stille braust das Meer
5 Eintönig um die Stadt.

  Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
  Kein Vogel ohn' Unterlaß;
  Die Wandergans mit hartem Schrei
  Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
10 Am Strande weht das Gras.

  Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
  Du graue Stadt am Meer;
  Der Jugend Zauber für und für
  Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
15 Du graue Stadt am Meer.

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