Theodor Storm So dunkel sind die Straßen (1855)

  So dunkel sind die Straßen,
  So herbstlich geht der Wind;
  Leb wohl, meine weiße Rose,
  Mein Herz, mein Weib, mein Kind!
5 So schweigend steht der Garten,
  Ich wandre weit hinaus;
  Er wird dir nicht verraten,
  Daß ich nimmer kehr nach Haus.
  Der Weg ist gar so einsam,
10 Es reist ja niemand mit;
  Die Wolken nur am Himmel
  Halten gleichen Schritt.
  Ich bin so müd zum Sterben;
  Drum blieb' ich gern zu Haus
15 Und schliefe gern das Leben

Neuen Kommentar hinzufügen

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt, die Moderation der Kommentare liegt allein bei Lyrik123.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.