Wilhelm Müller Wohin? (1826)
Ich hört ein Bächlein rauschen
Wohl aus dem Felsenquell,
Hinab zum Tale rauschen
So frisch und wunderhell.
5 Ich weiß nicht, wie mir wurde,
Nicht, wer den Rat mir gab.
Ich mußte gleich hinunter
Mit meinem Wanderstab.
Hinunter und immer weiter,
10 Und immer dem Bache nach,
Und immer frischer rauschte,
Und immer heller der Bach.
Ist das denn meine Straße?
O Bächlein, sprich, wohin?
15 Du hast mit deinem Rauschen
Mir ganz berauscht den Sinn.
Was sag ich denn von Rauschen?
Das kann kein Rauschen sein:
Es singen wohl die Nixen
20 Dort unten ihren Reihn.
Laß singen, Gesell, laß rauschen,
Und wandre fröhlich nach!
Es gehn ja Mühlenräder
In jedem klaren Bach.
Bibliographische Daten
Wilhelm Müller (1794-1827)
Wohin?
I heard a brooklet gushing …
1826
Spätromantik
Neuen Kommentar hinzufügen
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt, die Moderation der Kommentare liegt allein bei Lyrik123.de. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

PDF

